AllerVielfalt: Chancen für Dörverden und Kirchlinteln

Westen. Die Aller im Südkreis Verden soll wieder naturnaher werden. Darum geht es bei dem Projekt „Aller-Vielfalt“, das federführend vom Landkreis Verden in Angriff genommen wird. Die sich für die Dörfer auf beiden Seiten des Flusses – in den Gemeinden Dörverden und Kirchlinteln – ergebenden Chancen greift die CDU aktiv auf. Als einzige Fraktion hat die CDU Ortstermine in beiden Gemeinden organisiert – und dazu auch Gäste aus der gegenüberliegenden Nachbargemeinde eingeladen. Hand in Hand wollen die Christdemokraten das Projekt im Sinne ihrer Heimatgemeinden begleiten.

Das Projekt soll in Kooperation mit dem Nabu und der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung durchgeführt werden. Bundesmittel in Höhe von mehr als 13 Millionen Euro könnten, so berichtete der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion Wilhelm Hogrefe, in die Renaturierung der Allerniederung auf rund 32 Flusskilometern fließen. Dazu kämen noch Mittel des Landes und der Projektträger, so dass ingesamt ein Projektvolumen von 30 Millionen Euro denkbar sei. Die Maßnahme soll zum einen Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt in den Flussauen schaffen, zum anderen neue Akzente für Freizeit und Erholung setzen.

Für die CDU-Ratsfraktion unterstrich Adrian Mohr, dass alle Maßnahmen an der Aller im Einvernehmen mit den Grundeigentümern erfolgen, denn über 80 Prozent der Flächen im Plangebiet befinden sich in privaten Händen. Neben Renaturierung und Naturschutz möchte die CDU auch die Themen Tourismus an der Aller und die ländliche Entwicklung als Chancen mit einbinden.

„Es geht nicht um eine Gegnerschaft zur Landwirtschaft, sondern um Synergien bei dem Projekt“, erläuterte Wilhelm Hogrefe und sprach die Möglichkeit zur Bewässerung für Felder an. „Das Allerwasser muss nicht alles in die Nordsee fließen, wenn wir es hier gut brauchen“, so Hogrefe. Ein Landwirt aus Wahnebergen berichtete, dass im Winter und Frühjahr viel Niederschlagswasser aus dem Hinterland vom Schöpfwerk in die Aller gepumpt werde, welches besser für die Beregnung in Dürreperioden geeignet wäre.

Am Hülsener Allerufer beleuchteten die Teilnehmer den touristischen Aspekt einer naturnahen Aller. Ganz in der Nähe der Ortschaft habe sich ein Geheimtipp mit einem Stück Sandstrand am Fluss herumgesprochen. „Deshalb muss ein Zugang in Zukunft auf jeden Fall möglich sein, um Naturschutz auch für die Menschen erlebbar zu machen“, unterstrich der Hülsener Volker Schnabel.



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