CDU plant Umfrage zu Allerübergang

Eine neue Brücke neben der (neuen) Bahnbrücke? Wir fragen jetzt nach!

Eine neue Brücke neben der (neuen) Bahnbrücke? Wir fragen jetzt nach!

Die Sondersitzung der CDU Dörverden zum Thema „Allerübergang Verden und Verkehrslage im Südkreis" am Donnerstag in Dörverden brachte konkrete Ergebnisse: CDU-Vorstand und CDU-Ratsfraktion planen eine baldige gemeindeweite Umfrage zum Thema zweiter vollwertiger Allerübergang! Dafür sollen alle 4.000 Haushalte in der Gemeinde bis spätestens 11. April einen Fragebogen zugeschickt bekommen.

Die Vorstandssitzung war geprägt von der aktuell „sehr schwierigen Verkehrssituation“ aufgrund der Vollsperrung der Nordbrücke in Verden. CDU-Vorsitzender Stefan Bormann schilderte zunächst die aktuelle Entwicklung der letzten Wochen.

Adrian Mohr (MdL) hatte sich als Vorsitzender der Dörverdener CDU-Ratsfraktion und als Kreistagsabgeordneter intensiv mit der vom Landkreis Verden in Auftrag gegebenen Verkehrsuntersuchung beschäftigt und dieses Gutachten nun im Vorstand der Gemeinde-CDU vorgestellt: Adrian Mohr hält das Gutachten für „prognostisch minderwertig und insgesamt unbrauchbar“: „Es wurde nur an einem Tag im November 2014 gezählt, also zu einem Zeitpunkt, an dem die Brücke nur einspurig und lastbeschränkt befahrbar war“, so Mohr. Ein nenennswerter Teil des täglichen Verkehrs hat die Nordbrücke zu diesem Zeitpunkt bereits gemieden. Mohr: „Das belegen die Zahlen: statt 16.000 bis 18.000 Fahrzeugen wie sonst weist die Verkehrsuntersuchung nur 11.700 Fahrzeuge am Tag aus. Diese unnormale Verkehrssituation kann sicher keine Grundlage für ein zukunftsweisenden Gutachten sein.“ Dementsprechend sind auch alle wesentlichen Schlussfolgerungen des Gutachtens aus Sicht der CDU Dörverden nicht schlüssig. Die gutachterliche Annahme, dass das Verkehrsaufkommen im Südkreis bis 2030 eher abnehmen werde, deckt sich zudem in keiner Weise mit den offiziellen Verkehrsprognosen (+ 13 % PKW-Verkehr ; + 38 % Güterverkehr). Auch diese zentrale Annahme des Gutachtens ist nach Ansicht des CDU-Landtagsabgeordneten Adrian Mohr „fachlich nicht zu halten".

„Wir haben uns gefragt, wie wir damit umgehen sollen und uns entschieden, die Menschen, die es betrifft, direkt zu befragen“ unterstreicht Stefan Bormann.

Für die von der CDU ins Gespräch gebrachte „Baustraßenvariante" neben der Bahntrasse von Wahnebergen nach Verden gibt es zwar vielfach Zustimmung, in der Kreisverwaltung und bei der Ratsmehrheit in Verden scheint man aber eher alle möglichen und unmöglichen Hinderungsgründe zu sammeln: „Wir sind beeindruckt von der Hingabe, mit der uns gewählt Volksvertreter erklären, warum jede angestrebte Lösung der letzten 20 Jahre nicht ging und heute nicht geht. Etwas mehr Elan für die Sache würde sicher mehr helfen als diese elende und ewige Bedenkenträgerei!" kritisiert Adrian Mohr die mehr als abwartende Haltung im Verdener Rathaus und im Kreishaus.

Über weitere Details und den konkreten Ablauf unserer Fragebogen-Aktion werden wir hier gerne weiter berichten. Die CDU bleibt dran an diesem für die Gemeinde Dörverden und den ganzen Südkreis Verden wichtigen Thema. Ob diese Bedeutung von den Menschen in unserer Gemeinde auch so gesehen wird, das wird die gemeindeweite Umfrage zeigen. Wir sind sehr gespannt!




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1 Kommentar

  1. 1. weizenkorn

    Kommentar vom 30. März 2015 um 11:27

    Guten Tag,

    diese Initiative zu einer Bürgerbefragung der CDU kann ich nur unterstützen. Ich finde es gut, dass damit ein Signal gesetzt wird, dass endlich eine nachhaltige Lösung wieder auf den Tisch kommt. Nichts wäre fataler, als das man sich mit diesen unhaltbaren Zuständen abfinden müsste. Für die Bevölkerung südlich und nördlich der Aller ist es doch besonders nachteilig, wenn dieser Fluß ein scheinbar unüberwindbares Hinderniss darstellt. ferner ist dieser status quo für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Weiterentwicklung sowohl im Landkreis als auch in der mittelweserregion absolut kontraproduktiv.

    Mit freundlichen Grüßen

    Lars Weizenkorn

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