CDU setzt 2011 auf „offene Bürgerliste"

Die Dörverdener CDU-Ratsfraktion möchte, dass die CDU auf ihrer Liste für die Gemeinderatswahl auch Plätze für Parteilose bereithält.

„Aufgrund der guten Erfahrungen 2001 und 2006 empfiehlt die Fraktion, dass die CDU ihre Wahlliste auch 2011 wieder für parteilose Bewerber öffnet“ erläutert Fraktionssprecher Adrian Mohr die Anregung, die jetzt an den Vorstand der Gemeinde-CDU gerichtet wurde. Die CDU-Liste soll als „offene Bürgerliste“ gestaltet werden und neben erfahrenen Ratsmitgliedern auch wieder Platz für „neue Gesichter aus allen Ortschaften" bieten.

Stefan Bormann (CDU)

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Gemeinde-CDU, Stefan Bormann, arbeitet Mohr an der CDU-Liste: „Wir haben schon 22 Zusagen. Das läuft sehr vielversprechend!“ Gut die Hälfte davon ist unter 40 Jahre alt: „Unseren Kurs der erfolgreichen Einbindung der Jugend wollen wir mit Elan beibehalten" formuliert Stefan Bormann das Ziel, auch 2011 wieder eine gute Mischung jüngerer und erfahrener Kandidaten anzubieten.

Inhaltlich befasste sich die CDU-Fraktion bei ihrer jüngsten Sitzung in der „Pfeffermühle“ mit dem Sachstand beim Industriegebiet Kaserne Barme sowie mit dem Antrag zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Hermann Wiebe. Die CDU legt Wert darauf, dass von ihr dazu im Vorfeld der Beratungen keine Pressemitteilung erstellt wurde und auch der Antrag nicht von der CDU an die Presse gegeben wurde. Adrian Mohr: „Im Interesse einer fraktionsübergreifenden Einigkeit haben wir bewusst darauf verzichtet, das im Vorfeld an die Presse zu geben. Es geht uns nicht um eine Profilierung der CDU, sondern um eine dankbare Ehrung Hermann Wiebes durch den Gemeinderat."

Die CDU findet, dass es sich auf Gemeindeebene so gehört, dies erst intern im VA zu besprechen: „Unser Antrag wurde vor der internen Beratung von der Verwaltung an die Presse gegeben, das war nicht optimal. Dass der VA nunmehr einstimmig eine Empfehlung an den Rat ausgesprochen hat, mag die vorherigen Irritationen beenden“ hofft CDU-Sprecher Mohr.

Der Leserbrief eines UWDuD-Mitglieds in der Vorwoche sorgt in der CDU für Verärgerung, war doch bei der letzten VA-Sitzung, wie schon zuvor beim Schulausschuss und bei der Sitzung des JSSK- Ausschusses kein Ratsmitglied der UWDuD anwesend. „Auch bei der letzten Ratssitzung fehlte einer der UWDuD-Ratsherren. Offenbar gibt es aktuell einige Informationsdefizite in Kreisen der UWDuD, was auch mit der Beteiligung an wichtigen Sitzungen zusammenhängen kann. Für dies Fernbleiben wird es gute Gründe geben, denn wir kennen die UWDuD als pflichtbewusste Fraktion. Wenn man aber mal einige Dinge nicht mitkriegt, dann sollte anschließend nicht aus der zweiten Reihe ohne Sachkenntnis über gemeindliche Beratungen geschrieben werden“ weist Mohr die Kritik des schwachen Leserbriefs zurück.

Die CDU wird, wie übrigens auch die SPD-Fraktion, sicher nicht aus vertraulichen Ratssitzungen öffentlich berichten, ob dies der UWDuD nun passe oder nicht. Inhaltlich sei man mit der UWDuD oft auf einer Linie. Deren aggressive Haltung kann sicher auch mit dem Wahltermin im September zu tun haben. 

 
 
 

 



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